Malteser Suchthilfe Frankfurt

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Andere über uns

Studentin im Rahmen einer Klientenbefragung

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Was mir in Erinnerung bleiben wird, ist ein interessiertes, engagiertes Team, das mit sehr viel menschlicher Wärme, Herzlichkeit und Offenheit auf andere Menschen zugeht. Von dem guten Draht zu den Klienten konnte ich mich während der Befragung auch selbst überzeugen.

Nochmals herzlichen Dank an alle! 

Eure K.

Kollegialer Austausch und Hospitation

Die Hospitation im Juni 2014 war für mich sehr interessant und bleibt definitiv in positiver Erinnerung. Natürlich zunächst einmal wegen der herzlichen und offenen Aufnahme durch das Malteser –Team in der Ambulanz Schielestraße und der Ambulanz Friedberger Anlage. Aber auch, weil Ihr konzeptionell natürlich etwas anders arbeitet als wir hier im Hamburger Malteser Nordlicht.

Diesbezüglich fand ich besonders die Kooperation und die Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Frankfurter Suchthilfe bemerkenswert, da hier doch eine sehr intensive Verzahnung erkennbar wurde. So, wie ich es vor Ort im Bahnhofsviertel bei den Streetwork-Rundgängen des OSSIP-Teams erleben konnte, schien dies auch gut zu funktionieren.

Neben den obligatorischen Vergleichen zwischen den suchtspezifischen Bedingungen und Unterschieden, die sich so zwischen Frankfurt und Hamburg ergeben, habe ich natürlich auch ein Auge auf diverse Details geworfen, die mir eher zufällig begegneten. Sei es die Dokumentation, Formulare oder die räumlichen Bedingungen. Und, nein- ich sage dass nun nicht, um den Idealfall einer gelungenen Hospitation künstlich zu inszenieren, aber ich habe tatsächlich auch eine Anregung gefunden, die ich sozusagen mit nach Hamburg genommen und gleich auf unserer ersten Teamsitzung eingebracht habe.

Besser konnte es nicht laufen, insofern noch Mal vielen Dank Euch allen. (S.W.)

Ein Resümée nach einem Jahr (Eine neue Mitarbeiterin erzählt)

Nach über 20 Jahren in einer (Lungenfacharzt-) Praxis habe ich Anfang 2011 meine neue Arbeit als Arzthelferin in der Malteser Substitutionsambulanz - Schielestr./Frankfurt begonnen. Dadurch lernte ich einen ganz neuen interessanten Wirkungskreis kennen, ein großer Unterschied zu meinen vorherigen Tätigkeiten.

Von Anfang an habe ich mich bei den Maltesern sehr wohl gefühlt, da alle Kollegen/ Innen mir gegenüber sehr offen und hilfsbereit sind! Es ist ein sehr menschliches- angenehmes -kollegiales Arbeiten und da wir oft ein täglich wechselndes Team sind, ist Kommunikation untereinander sehr wichtig. Auch die Flexibilität, die mir beruflich sowie privat immer ermöglicht wurde, macht das Arbeiten sehr angenehm, sowie die Möglichkeit, immer wieder Fortbildungen machen zu dürfen. Die Arbeit mit Suchtkranken steht im Vordergrund, sie ist sehr vielseitig und herausfordernd. Sie gibt mir die Möglichkeit, gerade denen zu helfen, die es dringend brauchen. Tag für Tag! Und deshalb arbeite ich sehr gerne hier! (A.G.-P.)

Ein Erfahrungsbericht (Auszüge aus einem Praktikumsbericht)

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Ich war in der Ambulanz Niddastraße verabredet. Um dorthin zu kommen, muss man durch den Konsumraum gehen. Aber als ich dort vorbei lief, überkam mich ein solches Unbehagen, dass ich erst mal ganz schnell vorbei gegangen bin, um hinter der nächsten Ecke zu verschwinden. Es war schon ein seltsames Gefühl, auf der Straße an den Konsumenten vorbei zulaufen. Aber alleine in den Konsumraum zu gehen, hätte ich wahrscheinlich nicht geschafft. Ich hatte einfach Angst. Wovor genau, kann ich nicht sagen. Es war heftig zu sehen, wie sich die Konsumenten die Drogen spritzen. Ich war sowohl geschockt als auch neugierig. Da sie Teil der fremden Welt war, gab mir die Ärztin an meiner Seite ein Sicherheitsgefühl. An diesem ersten Tag hat sie mich durch das geduldige Beantworten meiner Fragen, das Herumführen im Bahnhofsviertel und dem Bekanntmachen mit Sozialarbeitern bzw. den Einrichtungen so sehr in die fremde Drogenwelt eingeführt, dass ich mich bei dem nächsten Treffen im Bahnhofsviertel schon viel sicherer und vor allem ohne Angst bewegte. Jedoch verschwand das Gefühl, dass die Menschen sich auf offener Straße bzw. im Konsumraum etwas Schreckliches antun, nie.

Eine Arzthelferin sagte während der Methadonvergabe zu mir: „Es hätte nur ein Punkt in meinem Leben anders verlaufen müssen, dann würde ich jetzt auf der anderen Seite des Tresens stehen.“ Vielleicht hat sie Recht. Ein Bruch in der Lebensgeschichte kann unter Umständen schon zur Abhängigkeit führen und das bei Menschen aus allen Milieus. Es gibt unendliche viele Gründe.

Vor meinem Praktikum hatte ich Sorge, dass mein Mitleid mit den Drogenkonsumenten meine Zeit in Frankfurt bestimmen würde. Aber es war ein Mitgefühl für die Menschen, keine Leiden. Besonders die Zeit in der Schiele hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, eine klare Linie mit transparenten Richtlinien zu haben. Sie gibt den Klienten Orientierung und sie schützt die einzelnen Mitarbeiter. Aber eine klare Linie allein ist bei der Arbeit mit den Menschen am Rande der Gesellschaft nicht ausreichend. Die Mitarbeiter sollten das Herz am rechten Fleck haben und die Würde jedes Menschen erkennen. Gleichzeitig muss man sich bewusst sein, dass nicht jeder Mensch zu retten ist. Ich kann ihnen Hilfestellungen bieten, aber am Ende sind die Menschen für ihre Genesung selbst verantwortlich.

Im Rahmen des sozialen Experiments in die fremde Welt der Suchthilfe einzutauchen, war für mich die richtige Entscheidung. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekam, diesen Schritt zu wagen und dankbar so offenherzig von den Maltesern in Frankfurt aufgenommen worden zu sein. (M.L.)

Ein Ausriss eines Dankesschreiben